MS Hochschulgruppe 1101



Wir sind die Amnesty International Hochschulgruppe der Universität Münster.

Unsere Themenschwerpunkte setzen wir jedes Semester gemeinsam neu.

Wir freuen uns jederzeit über neue MitstreiterInnen.

Unser Treffen findet jeden Montag um 20 Uhr im Clubraum 2 im ESG-Haus, Breul 43, 48143 Münster statt.

Kontakt: amnesty-muenster@gmx.de

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Aktionen

Arbeit der letzten Semester

Neues Semesterthema: EU-Außengrenzen

Großes Thema im Sommersemester 2012 in Münster wird die EU-Flüchtlingspolitik sein.

Besonders im Zusammenhang mit Bootsflüchtlingen nach dem arabischen Frühling sind Flüchtlinge, die auf dem Seeweg unter oft dramatischen Bedingungen versuchen in Europa einzureisen, verstärkt in den Fokus der Medien geraten.

Die EU reagiert, in dem sie versucht, die Flüchtlinge noch auf dem afrikanischen Kontinent zu stoppen, oft in Zusammenarbeit mit Regimes wie der ehem. Gaddhafi-Regierung in Libyen.

Auf dem europäischen Kontinent haben sich die ohnehin schlechten Lebensbedingungen in vielen südeuropäischen Auffanglagern noch weiter verschärft. 2011 stellte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fest, dass die Bedingungen, in denen in Griechenland Flüchtlinge aufgenommen werden, erniedrigenden unmenschlichen Behandlungen gleichkommen.

Immer wieder in der Kritik steht außerdem die Dublin-II-Verordnung der EU, die die Verteilung der Asylsuchenden in Europa regeln soll. Einfach gesagt schreibt sie fest, dass ein Flüchtling nur in dem Land, das er in der EU zuerst betreten hat, Asyl beantragen darf. Dies führt natürlich dazu, dass in Binnenländern, wie z.B. Deutschland, viel weniger Asylanträge gestellt werden dürfen wie in Ländern der EU-Außengrenzen.

Zusammen mit der Asylgruppe planen wir im Sommersemester einige Aktionen zu diesem Thema. Die Asylgruppe wird eine Ausstellung dazu veranstalten (s. Asylgruppe Münster), sowie einige Filme dazu zeigen.

Des Weiteren möchten wir einige Vortrags- und Diskussionsabende zu den oben angesprochen Themen organisieren.

Sobald die Termine feststehen, werden wir sie hier veröffentlichen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, uns bei unserer Arbeit zu unterstützen (neue Ideen sind immer willkommen!).

FILMABENDE

Der November stand bei der Hochschulgruppe Münster unter dem Motto

GUTE FILME FÜR EINE GUTE SACHE:

An vier aufeinander folgenden Dienstagen führt(e) die Hochschulgruppe im Internationalen Zentrum Die Brücke um 20 Uhr jeweils Filme zum Thema Menschenrechte und deren weltweiter Umsetzung bzw. Unterdrückung vor.

Als Abschluss werden sich am 29.11. die Filme „Hotel Sahara“ und „Ertrunken vor meinen Augen“ mit der Situation von afrikanischen Flüchtlingen beschäftigen, die auf der Suche nach Hoffnung die lebensgefährliche Reise nach Europa auf sich nehmen.

Der Eintritt ist frei.

Den Anfang machte am 8.11. der auf einer wahren Begebenheit basierende Spielfilm „Dead Man Walking“, in dem Sean Penn einen zum Tode verurteilten Häftling spielt, der im Todestrakt geistigen Beistand von einer Nonne (Susan Sarandon) erhält.

Am 15.11. gerieten vier Pakistaner auf die „Road to Guantanamo“ und damit in das berüchtigte Gefängnis, in dem die USA nach ihrer Invasion in Afghanistan mutmaßliche Al-Qaida-Terroristen unterbrachten und foltern ließen.

Am 22.11. machten sich vier junge Afghanen Hoffnung auf den Titel des „Afghan Star“: Im vom Krieg zerstörten Afghanistan gilt die Castingshow als Verbindungselement zwischen zersplitterten Stämmen und Regionen. Doch öffentliches Singen und Tanzen gilt im Land der Taliban als lebensgefährlich.

 

 

Video: Mehr Verantwortung bei der Polizei

Die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion zur Polizeikampagne vom 30. Juni 2011 ist inzwischen online, für alle die die Argumente noch einmal hören wollen, oder selbst nicht anwesend waren.


Podiumsdiskussion "Mehr Verantwortung bei der Polizei", Münster, 30. Juni 2011

Plakatausstellung Amnesty@50

Zum eigenen 50. Geburtstag hat Amnesty International eine Plakatausstellung entworfen, mit der sie ihre Menschenrechtsarbeit im Laufe der Geschichte vorstellen möchte. Seit Dienstag, den 21. Juni, ist diese Ausstellung für drei Wochen (bis Freitag, den 8. Juli) nun auch in Münster zu sehen. Im Foyer des Hörsaalgebäudes am Hindenburgplatz 10-12 kann sie montags bis freitags ganztägig besucht werden. Der Eintritt ist selbstverständlich frei. Wir freuen uns über jedes Interesse und wünschen einen informativen Besuch.

Podiumsdiskussion zur Polizeikampagne

Unter dem Titel “Täter unbekannt” hat Amnesty International im vergangenen Sommer einen umfangreichen Bericht über mutmaßliche Fälle von Misshandlungen und unverhältnismäßiger Gewaltanwendung durch Polizeibeamte in Deutschland veröffentlicht.  Im Rahmen der bundesweiten Kampagne zu diesem Thema veranstaltet die AI-Hochschulgruppe Münster nun am Donnerstag, den 30. Juni 2011, um 19.30 Uhr eine Podiumsdiskussion mit dem Titel “Mehr Verantwortung bei der Polizei”.

Im Hörsaal H3 am Hindenburgplatz 10-12 in Münster werden vier Experten unter anderem über die Video-Überwachung von Gewahrsamszellen, die Kennzeichnungspflicht für Polizisten bei Großeinsätzen und den Einsatz unabhängiger Untersuchungskommissionen diskutieren.  Die Diskutanten sind Prof. Dr. Bodo Pieroth vom Institut für Öffentliches Recht und Politik der Universität Münster, Prof. Dr. Jonas Grutzpalk der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Bielefeld, der Münsteraner Polizeidirektor Jürgen Kleis und Alexander Bosch, Experte von Amnesty International für Polizei und Menschenrechte. Anschließend stehen die Diskutanten auch für Fragen aus dem Publikum bereit. Der Eintritt ist frei.

Seit 2004 haben 869 Personen Amnesty International über Probleme mit der Polizei informiert. In 138 Fällen stellte Amnesty International weiterführende Nachforschungen an. Im Zuge dieser Recherchen wurden mutmaßliche Opfer (und bei Todesfällen überlebende Angehörige), Anwälte, Vertreter von Polizei und Staatsanwaltschaften sowie Richter befragt. 15 Fälle werden im Bericht ausführlich beschrieben. Hier kommen Sie zu der Zusammenfassung des Berichts.

Weitere Informationen auf www.amnestypolizei.de

Nachtrag: Da ab Montag, den 20. Juni 2011, im Foyer des H-Gebäudes am Hindenburgplatz die dreiwöchige Plakatausstellung zum 50. Geburtstag von Amnesty International zu sehen sein wird, besteht die Möglichkeit, sich vor der Podiumsdiskussion über die Geschichte von Amnesty zu informieren.