Podiumsdiskussion zur Polizeikampagne

Unter dem Titel „Täter unbekannt“ hat Amnesty International im vergangenen Sommer einen umfangreichen Bericht über mutmaßliche Fälle von Misshandlungen und unverhältnismäßiger Gewaltanwendung durch Polizeibeamte in Deutschland veröffentlicht.  Im Rahmen der bundesweiten Kampagne zu diesem Thema veranstaltet die AI-Hochschulgruppe Münster nun am Donnerstag, den 30. Juni 2011, um 19.30 Uhr eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Mehr Verantwortung bei der Polizei“.

Im Hörsaal H3 am Hindenburgplatz 10-12 in Münster werden vier Experten unter anderem über die Video-Überwachung von Gewahrsamszellen, die Kennzeichnungspflicht für Polizisten bei Großeinsätzen und den Einsatz unabhängiger Untersuchungskommissionen diskutieren.  Die Diskutanten sind Prof. Dr. Bodo Pieroth vom Institut für Öffentliches Recht und Politik der Universität Münster, Prof. Dr. Jonas Grutzpalk der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Bielefeld, der Münsteraner Polizeidirektor Jürgen Kleis und Alexander Bosch, Experte von Amnesty International für Polizei und Menschenrechte. Anschließend stehen die Diskutanten auch für Fragen aus dem Publikum bereit. Der Eintritt ist frei.

Seit 2004 haben 869 Personen Amnesty International über Probleme mit der Polizei informiert. In 138 Fällen stellte Amnesty International weiterführende Nachforschungen an. Im Zuge dieser Recherchen wurden mutmaßliche Opfer (und bei Todesfällen überlebende Angehörige), Anwälte, Vertreter von Polizei und Staatsanwaltschaften sowie Richter befragt. 15 Fälle werden im Bericht ausführlich beschrieben. Hier kommen Sie zu der Zusammenfassung des Berichts.

Weitere Informationen auf www.amnestypolizei.de

Nachtrag: Da ab Montag, den 20. Juni 2011, im Foyer des H-Gebäudes am Hindenburgplatz die dreiwöchige Plakatausstellung zum 50. Geburtstag von Amnesty International zu sehen sein wird, besteht die Möglichkeit, sich vor der Podiumsdiskussion über die Geschichte von Amnesty zu informieren.

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