Münster ruft lautstark auf: Wir haben keinen Platz für Rassismus!

In der Münsteraner Innenstadt wurde am Samstag, den 18. Juni 2016, ein deutliches Zeichen gegen rassistische Gewalttaten und Diskriminierung gesetzt. Unter dem Motto: „Hand in Hand gegen Rassismus“ reihten sich über 850 Menschen am späten Nachmittag in eine 1000 Meter lange Kette vom Friedenssaal am Prinzipalmarkt bis zur Flüchtlingsunterkunft in der Münzstraße ein. Damit unterstützten diese die von der Amnesty International Hochschulgruppe organisierte Menschenkette für Menschenrechte und Vielfalt. Obwohl das Regenradar auf Höchststufe stand, war die Botschaft eindeutig:

Münster hat keinen Platz für Rassismus!

Mit vollster Zufriedenheit blicken die Amnesty-Aktivistinnen und Aktivisten des Bezirks Münster/Osnabrück auf eine erfolgreiche Aktion am Samstag zurück – sowohl bezüglich der Planung und Koordination, als auch bezüglich des Engagements und der regen Teilnahme der Menschen, die ihrer Solidarität und Weltoffenheit Ausdruck verliehen.

Ab 17 Uhr versammelten sich die Teilnehmer, welche dem gemeinsamen Aufruf von Amnesty International und einigen anderen zivilgesellschaftlichen Trägern, gemeinnützigen Organisationen und Wohlfahrtsverbänden gefolgt waren, entlang der markierten Strecke. Diese verlief durch fünf Punkte (Friedenssaal am Prinzipalmarkt, Domplatz, Platz der Überwasserkirche, Rosenplatz und Münzstraße) mit jeweils einem Amnesty-Stand, an welchem die Organisatoren Luftballons verteilten, für Informationen bereitstanden und fleißig Unterschriften für Petitionen sammelten. Unter den Teilnehmern der Menschenkette befand sich eine Vielzahl von Organisationsgruppen wie unter anderem das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie, die münsteraner Kirchengemeinden, jüdische und islamische Gemeinden sowie Flüchtlingsunterkunftsgruppen, die mit großen Bannern ihre Zustimmung zur Aktion kundtaten. Besonders erfreulich war auch der Besuch des Oberbürgermeister Markus Lewe, welcher sich der Kette anschloss. Auch Bischof Felix Genn unterstützte die Amnesty-Aktion gegen Fremdenhass.

Leider war das Wetter an dem Tag nicht unbedingt auf der Seite der Rassismus-Gegner. Doch mit bunten Regenjacken und -schirmen, auch hier dem Leitgedanken eines „bunten Münsters“ getreu, trotzten die Bürgerinnen und Bürger dem strömenden Regen. Um 17.30 Uhr wurde dann die Menschenkette geschlossen und gelbe Luftballons mit den Aufschriften „#noracism“ und „Kein Platz für Rassismus“ stiegen als weiteres Symbol gegen Fremdenfeindlichkeit und für mehr Toleranz und Menschenrechte in den verregneten Münsteraner Himmel auf.

Wir bedanken uns seitens der Amnesty International Hochschulgruppe herzlichst bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern!

Münster hat vorbildlich Stärke und Solidarität gezeigt – Hand in Hand gegen Rassismus!

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