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Peking 2008 als Chance - ai fordert "Gold für Menschenrechte"

Berlin, 07. Dezember 2007 - Anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte (10. Dezember) hat amnesty international (ai) China an das Versprechen erinnert, im Zusammenhang mit den Olympischen Sommerspielen in Peking die Lage der Menschenrechte ... [mehr]

Vergewaltigung in Uniform: Die stille Waffe der Polizei und Armee in Nigeria

Berlin, 22. November 2007 - Immer wieder werden in Nigeria Mädchen und Frauen auf Wachen oder in Kasernen vergewaltigt. Die Täter sind Polizisten und Soldaten im Dienst, ihre Opfer Schulmädchen, Schwangere, ältere Frauen. ?Mehr als die Hälfte der Vergewaltigungen, ... [mehr]

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Amnesty on air 30. November 2009, 21:00

-ks-Münster. Noch bevor man das erste Türchen am Adventskalender öffnen darf, gibt es schon  ein kleines Geschenk von der Mediengruppe: Und zwar eine neue Sendung amnesty on air. Also anstatt Türchen am Montagabend lieber die Ohren aufsperren. Die Mediengruppe hat unter anderem mit Monika Lüke gesprochen. Sie ist die neue Generalsekretärin von Amnesty in Deutschland und hat  bei ihrem Besuch in Münster über die neue Demand Dignity Kampagne berichtet. Außerdem war das Gruppenmitglied Anna an der Aktion "Dialoge zum Frieden - 1648-2009" beteiligt, bei der sich Schüler mit dem Nah-Ost-Konflikt beschäftigt haben und weiß Interessantes zu berichten. Wie immer gibt es für die Hörer auch aktuelle Menschrechtsnachrichten, einen Kulturtipp und tolle Musik... Reinhören lohnt sich - am 30. November 2009 um 21:00 auf 95,4 MHz!

Gruppe: 1176, amnesty on air; 23.11.09, 22:10:34

"Aktion 302" gewinnt 302 Unterstützer

Münster. Zwei rote Sofas mitten in der Fußgängerzone, auf ihnen ständig wechselnde Besetzung. Viele Münsteraner, darunter auch Lokalprominenz aus Kultur und Politik, nutzten die Fotoaktion "Schnappschüsse für ein Bleiberecht" am 5. September zur öffentlichen Solidarisierung mit den 302 umittelbar von der Abschiebung bedrohten Roma aus Münster. Zu der Veranstaltung aufgerufen hatten die Asylgruppe Münster von Amnesty International, die GGUA Flüchtlingshilfe und die S.O.S. Rroma-Initiative Münster.
Der Andrang war gewaltig. Trotz vieler kurzer Regenschauer und reichlich kühler Windböhen bildeten sich immer wieder Warteschlangen. Die beiden Fotografinnen Luciana Ferrando und Ulrike Löw fotografierten quasi "im Akkord".

Die anwesenden Roma hatten trotz gedrückter Stimmung sichtlich Freude, sich in wechselnder Besetzung mit ihren Solidarisierern ablichten zu lassen. Häufig ergaben sich während des Shootings Gespräche zwischen den fotografierten Personen, die dabei völlig vergaßen, das Sofa wieder zu verlassen, während vor ihnen bereits die nächsten Fotografierwilligen warteten. Zahlreiche Solidarisierer hatten sich bereits vorab zur Aktion angemeldet, doch auch viele Passanten, die zufällig vorbei kamen, entschieden sich spontan zu einem Unterstützerfoto und informierten sich anschließend an den Ständen von GGUA und Amnesty International.

Abseits des Fotoshootings berichteten viele Roma von ihren Ängsten. Für einige von ihnen läuft die Frist, bis zu der sie sich zu ihrer "freiwilligen" Ausreise geäußert haben müssen, bereits in zehn Tagen ab. Sie können nachts kaum noch schlafen, drei Roma sind bereits mit Nervenzusammenbrüchen in Krankenhäuser eingeliefert worden. Einer hat vor Angst seine Stimme verloren und kann sich seit Tagen nur noch flüsternd verständigen. Alle befürchten, unmittelbar nach Ablaufen der Frist mitten in der Nacht abgeholt und in ein Flugzeug gesetzt zu werden.

Die Solidarität der übrigen Münsteranerinnen und Münsteraner bedeutet den Roma viel. Ali Deli, einer der Sprecher der Roma-Initiative Münster, betonte: "Wir haben uns NRW-weit informiert und wissen, dass Münster etwas besonders ist. Nirgendwo sonst gibt eine so große öffentliche Unterstützung für Roma wie hier, und dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken!" In Zukunft möchte sich die Roma-Initiative mit anderen Roma-Organisationen in Nordrhein-Westfalen vernetzen, um die Proteste auch auf ihrer Seite systematisch auszuweiten. Auch die übrigen Mitwirkenden der "Aktion 302" bieten ihr Knowhow ausdrücklich anderen Gemeinden zur Unterstützung an, damit dort ähnliche Solidaritätsveranstaltungen stattfinden können.

"Es war unsere Traumvorstellung, genau 302 Unterstützerfotos zusammen zu bekommen. Die symbolische Zahl: Für jeden unserer Roma einen Unterstützer. Aber wir haben nicht zu hoffen gewagt, dass es klappt", erzählen die beiden Fotografinnen, "Als wir 200 Fotos zusammen hatten, waren wir schon glücklich." Ab dem 260. Unterstützerfoto begannen auch die anwesenden Roma mitzufiebern, ob die magische Zahl noch erreicht werden konnte. Um 17.10 Uhr, zehn Minuten nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung, war es dann geschafft, und bei den Roma wie auch bei den übrigen "Aktion 302"-Aktivisten brach Jubel aus. "Sehr gute Aktion", freuten sich die Roma-Sprecher Ali Deli und Semsij Abdullahu.

"Nach der Aktion ist vor der Aktion", resümiert GGUA-Mitarbeiterin Ulrike Löw, "So erfolgreich diese Aktion auch war: Die drohende Abschiebung der Roma ist deshalb nicht abgewendet. Wir machen weiter."

Nähere Informationen zur Aktion gibt es auch unter aktion302.de.

Gruppe: 1314; 09.09.09, 17:46:18

Schnappschüsse für ein Bleiberecht

-jd- Münster. Mit einer Fotoaktion können sich engagierte Münsteraner am Samstag, 5. September 2009, aktiv für die Menschenrechte einsetzen. Die Asylgruppe Münster von amnesty international und die GGUA Flüchtlingshilfe knipsten von 10 bis 17 Uhr auf dem Syndikatplatz in Münster "Schnappschüsse für ein Bleiberecht". Im Rahmen dieser Solidaritäts-Fotoaktion lichten sie Roma und andere Münsteraner, die sich für ein Bleiberecht der von der Abschiebung in den Kosovo bedrohten Roma einsetzen möchten, paarweise ab. Auf diese Weise sollen sowohl die Roma als auch ihre Unterstützer ein Gesicht erhalten.

302 münstersche Roma sind ab September 2009 akut von der Abschiebung in den Kosovo bedroht. Ein Teil von ihnen hat ihre Abschiebunngsankündigung bereits erhalten, die übrigen erhalten ihn in allernächster Zeit. Bis zum 15. bzw. 25. September 2009 müssen sich die Roma, die bereits angeschrieben wurden, bereit erklären, "freiwillig" in den Kosovo auszureisen. Nach diesem Termin droht ihnen die zwangsweise Abschiebung.

Die Roma sind in den 90er Jahren aus dem Kosovo geflohen, um ihrer Verfolgung als ethnischer Minderheit zu entkommen. Ihre Häuser wurden von albanischen Nationalisten niedergebrannt, viele der münsterschen Roma haben bei diesen Übergriffen Familienangehörige verloren und sind selbst schwer verletzt oder traumatisiert worden. Auch heute leben sie als Minderheit im Kosovo gefährlich und müssen mit rassistischen Übergriffen rechnen. Dies bestätigen zahlreiche unabhängige Untersuchen, z.B. des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR.

Um die Abschiebung der 302 münsterschen Roma in den Kosovo zu verhindern, haben die AI–Asylgruppe Münster und die GGUA Flüchtlingshilfe das Aktionsbündnis "Aktion 302" gegründet. "Schnappschüsse für ein Bleiberecht" ist eine symbolische Solidaritäts-Fotoaktion. Info-Stände und Diskussionsmöglichkeiten mit Betroffenen und Vertretern aus Politik, Stadtverwaltung und Flüchtlingshilfeorganisationen werden die Aktion abrunden.

Das Ergebnis der Fotoaktion soll anschließend auf der Roma-Sonderseite der GGUA-Homepage zu besichtigen sein (www.ggua.de), verbunden mit einer Online-Unterschriften-Aktion zur Gewinnung weiterer Unterstützer. Außerdem wird die "Aktion 302" eine Broschüre mit allen Aktionsportraits erstellen und diese medienwirksam Entscheidungsträgern in Münster, Düsseldorf und Berlin überreichen.

Fotografieren lassen können sich alle münsterschen Roma, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, sowie alle übrigen Menschen, die in Münster leben, in Münster arbeiten, zu Münster einen persönlichen Bezug haben oder in der öffentlichen Wahrnehmung mit Münster verbunden werden, Migranten ebenso wie Einheimische.

Um all zu lange Wartezeiten zu vermeiden, hat die "Aktion 302" unter http://www.doodle.com/rmawb97z5rierikt eine online-Möglichkeit geschaffen, sich vorab für einen bevorzugten Fototermin einzutragen. Wer an dem Aktionstag keine Zeit hat, kann sich auch per Mail unter aktion302@ggua.de mit einem persönlichen Statement für eine Bleiberecht der
münsterschen Roma einsetzen -- gern auch mit Foto. Die "Aktion 302" veröffentlicht den Kommentar dann auf der Homepage.

Gruppe: 1314; 01.09.09, 08:19:02

Jahresversammlung 2009 - Ein Abschied und Luftballons für die Menschenrechte

Luftballons für die Menschenrechte
-ks- Saarbrücken. Einmal im Jahr kommen sie zusammen: die Mitglieder von Amnesty International in Deutschland. Bei der Jahresversammlung 2009 in Saarbrücken trafen sich am Pfingstwochenende über 500 Deligierte aus dem gesamten Bundesgebiet, um über Anträge zur programmatischen Ausrichtung von Amnesty zu diskutieren und die zentralen Ämter der deutschen Sektion neu zu besetzten. Auch unsere Mediengruppe war mit zwei Vertreterinnen dabei. In diesem Jahr stand auch ein Abschied an: Barbara Lochbihler gibt nach zehn Jahren das Amt als Generalsekretärin ab.
Stefan Keßler, Vorstandssprecher der deutschen Sektion von Amnesty dankte Barbara Lochbihler für das Jahrzehnt, in dem sie an der Spitze der Organisation voller Engagement für die Menschenrechte gekämpft hat. Und während die alte Generalsekretärin die Jahresversammlung nutzte, um sich von den Mitgliedern offiziell zu verabschieden, war die Neue gekommen, um sich vorzustellen. Die 40jährige Monika Lüke, eine promovierte Völkerrechtlerin, wird das Amt in Zukunft bekleiden.
Da es Amnesty immer darum geht, Aufmerksamkeit für die Menschenrechte zu schaffen, durfte natürlich auch bei der diesjärigen Versammlung eine öffentliche Aktion nicht fehlen. Gekleidet in gelbe Amnesty-Westen liefen die Delegierten in einem langen Demonstrationszug von der Kongresshalle zum St. Johanner Markt in der Saarbrücker Innenstadt. Hier endete die Kundgebung mit einem symbolischen Akt, der zeigen sollte, wie wichtig es ist, Menschenrechte grenzübergreifend wirken zu lassen: Die Demonstranten ließen Luftballons für die Menschenrechte steigen, die von dem Wind schnell aus der Stadt herausgetragen wurden.

Gruppe: 1176; 09.08.09, 14:03:47

"Amnesty on air" - Alles glänzt... so schön neu!"

Amnesty on air
-mw- Münster. Im Jahr der Abwrackprämie kennt man das ja: Jedes Modell kommt mal in die Jahre und so musste auch die Radiosendung "Amnesty on air" der Mediengruppe 1176 einmal generalüberholt werden. Das Ergebnis: Zum Glück keine Verschrottung, sondern sogar ein Ausbau. Seit Anfang 2009 gibt es "Amnesty on air" nicht mehr nur eine halbe, sondern eine volle Stunde auf der Frequenz von Antenne Münster (95.4) zu hören. Das heißt: Mehr Platz für Schwerpunktthemen und neue Rubriken, die vorher nicht mehr in die knappen 30 Minuten Sendezeit gequetscht weden konnten. Die Kehrseite der Medaille: Die Sendung gibt es nicht mehr monatlich, sondern nur noch alle zwei bis drei Monate.
Im April ging die Gruppe zum ersten Mal mit einer einstündigen Sendung on air. Neben einem zweiten Nachrichtenblock konnte jetzt noch eine weitere Rubrik untergebracht werden - der "Amnesty Kulturtipp". In jeder Sendung werden jetzt Bücher, Filme oder auch lokale Events und Veranstaltungen vorgestellt, bei denen es um Menschenrechtsthemen geht. Platz ist wie gesagt nun auch für mehr Schwerpunktthemen.
Im April ging es um die aktuelle Lage im Sudan und die Arbeit der Dafur-Hilfe, während sich die letzte Sendung Anfang Juli dem Thema Sri Lanka widmete. Hier konnte ein Kontakt zu der Sri Lanka-Expertin Renate Müller-Wollermann geknüpft werden, die die Gruppe ausführlich über das Thema informierte und später auch für ein Telefoninterview bereitstand. Als weitere Interviewpartnerin konnte eine in Münster lebende Tamilin gewonnen werden. SIe berichtete von den Erfahrungen ihrer Eltern mit dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg in Sri Lanka - ein sehr persönliches und spannendes Interview...

Gruppe: 1176; 07.08.09, 22:06:35

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